Magische Manifestation

buch

Dies ist eine Geschichte, die mir bisher niemand geglaubt hat. Und in einer materialistischen Welt hätte sie auch nicht stattfinden können. Irgendwann hatte ich sogar selbst Zweifel, ob sie wirklich so passiert war, aber die Fakten waren so klar und eindeutig, dass es nur so gewesen sein konnte. Ich sehe da keine andere Möglichkeit. Das alles spielte sich in einer Zeit ab, als ich Bücher gelesen hatte wie "Leben und lehren der Meister im fernen Osten" (Amazon)

Ich lebte in meiner Vorstellung in einer Welt der Magie und Wunder. Ich las auch ständig Bücher über diese Themen. Selbst in der Kampfkunst spricht man von Wundern. Da haben Tai-Chi Meister renitente Gegner einfach über den Fluss geworfen, weil sie nervten. Auch in Tibet ist die Bevölkerung davon überzeugt, dass ihre hohen Lamas und Rinpoches (besonders hohe Wiedergeburten) über Wasser laufen und Gold manifestieren können. Es gibt sogar einen Film darüber "Das alte Ladakh" (Amazon).

Ich träumte insgeheim davon, auch mal solche Wunder vollbringen zu können. Warum weiß ich auch nicht. Vielleicht um andere zu verblüffen und davon zu überzeugen, dass es am Ende doch keine Materie gibt und Magie wirklich existiert. Ja, das waren so jugendliche Flausen in meinem Kopf damals. Aber ich glaubte da tatsächlich dran. Ich beschäftigte mich auch mit Pyramidenenergie. Was heißt beschäftigen, ich hatte mehrere Bücher über den "Cheops Code" (Amazon) gelesen und fand das alles wahnsinnig aufregend, geheimnisvoll und faszinierend.

Pyramide bauen

pyramide

Ich wollte unbedingt eine eigene perfekte Pyramide bauen und das tat ich auch. Nicht elektrisch leiten durfte sie, so stand es in dem Buch. Also baute ich eine Epoxid Negativform. Das konnte ich, denn meine Eltern betrieben ein Geschäft für Modellbau und wir hatten eben diese Epoxydharze. Zuerst baute ich das Urmodell aus Holz und spachtelte und schliff, bis die 30x30cm große Pyamide mit original Cheops-Winkel (wichtig wegen der Magie) perfekt war. Dann baute ich die Negativform und danach einige dieser Pyramiden, die ich an Freunde gegen kleines Geld abgab.

Unten waren sie natürlich offen, damit man das Objekt seiner Wahl, das dann magisch verwandelt werden sollte, auf 1/3 der Höhe im Kraftzentrum platzieren konnte. Ich war über die Arbeit an diesem Projekt völlig über das Ziel hinausgeschossen, was die Uhrzeit anging. Es war schon 4 Uhr morgens oder so und ich hatte seit Stunden nichts mehr gegessen. Einen Mordshunger hatte ich und Durst auch. Da ich nicht zu Hause war, sondern in einer angemieteten Keller-Werkstatt, musste ich irgendwoher schnell etwas Essbares und Trinkbares besorgen.

Wo sollte ich jetzt zu dieser unmenschlichen Uhrzeit was Essbares finden? Ich zog mein Portemonnaie aus der Hose und schaute rein. Scheine waren keine drin, nur ein paar Mark. 2 Mark zwanzig oder so. Ziemlich genau sogar. Das ist jetzt wichtig für die Glaubwürdigkeit der ganzen Story. Es waren wirklich nur 2,20 DM in meinem Portemonnaie. Fakt.

Hauptbahnhof

Um die Uhrzeit hatte noch kein Bäcker auf, also blieben nur die Automaten am Hauptbahnhof in Hannover. Wir schreiben übrigens ungefähr das Jahr 1988 oder so. Ich also in meinen Ford Taunus 2.0, 6 Zylinder (Mensch habe ich dieses Auto geliebt!) und bollere zum Bahnhof, parke direkt vor der Tür, wo die Automaten sind und schaue mir das Angebot an. Da war der O-Saft, so eine kleine eckige, bunte Verpackung und dann waren da noch die Schokoriegel. Ich weiß noch genau, dass das Geld nicht für beides reichte. Ich musste mich also entscheiden.

magic

Da ich mehr Hunger als Durst hatte, entschied ich mich für den Schokoriegel, trauerte dem O-Saft noch etwas hinterher und ging dann zurück zum Auto. Ich öffnete die Fahrertür, feuerte den Schokriegel auf den Beifahrersitz - und in diesem Moment muss wohl das magische Wunder passiert sein - denn ich startete den Motor, fuhr schonmal los, während ich mich anschnallte, achtete auf den Verkehr (war ja fast nix los außer Taxis) und tastete ohne hinzusehen nach dem Schokoriegel und halte den O-Saft in der Hand.

Für einen Moment verstand ich nicht so ganz... hä?! Ich schaute rüber und da lag auf dem Beifahrersitz auch noch brav der Schokoriegel. Das war jetzt aber merkwürdig. Ich grübelte eine kurze Weile, aber da die Faktenlage überschaubar war, gab es keine vernünftige Erklärung für das unverhoffte Auftauchen des O-Safts.

Nunja, ich hatte schon damals die Angwohnheit Unerklärliches einfach mal so hinzunehmen. Schließlich war mein Vater ja Missionar in Indien gewesen und hatte nach seinen Angaben dort Wunderheilungen vollbracht. Keine große Sache also. Deshalb hob ich die bunte O-Saft Verpackung auch nur eine Weile auf (vielleicht 3 Monate) und warf sie dann in den Müll, da nichts Besonderes an ihr zu sehen war. Kein magisches Glitzern oder so.

Tja, das ist die Geschichte von meiner magischen Manifestation. Da machste nix dran. Und nein, es ist nie wieder vorgekommen und ich kann das auch nicht mit Absicht machen. Ist halt einfach mal so passiert.

Das auf den Bildern ist eine fiktive Person...


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