Fotografie
Für mich ist Fotografie eine Einladung, ganz genau hinzusehen und den Moment zu feiern und ihm einen Rahmen zu geben. Und ich kann diesen besonderen Moment später mit anderen teilen oder noch einmal anschauen. Besonders Makro Fotografie finde ich faszinierend, weil man Details erkennt, die man mit bloßem Auge nicht entdecken konnte.
in diesem Video pirsche ich mich mit meiner "Lumix GX80" und einem Makro Objektiv an einen 3 cm kleinen Grasfrosch heran (es sind sogar zwei) und obwohl ich nur wenige Zentimeter entfernt bin, bleiben sie sitzen.
Profi Fotografie
Mein Vater war ja in den 1960er und 1970er Jahren Mode- und Werbefotograf. Ich war damals noch ein kleiner Junge und fand das alles sehr faszinierend und aufregend. Wir suchten für einen Auftrag zusammen ein Fotomodell aus und waren dann überrascht, als diese schöne Frau dann gar nicht so aussah, wie auf ihrem "Composé" (heute Setcard) abgebildet.
Doch nachdem sie sich für eine Weile zurückgezogen hatte zeigte sie sich dann - mit lauter Puderzeugs, Stiften und Kram zurecht gemalt - und dann erst erkannten wir sie. Das hat mir in frühen Jahren die Augen geöffnet, dass sich hinter der Maske etwas ganz anderes verbergen kann.
Analog oder Digital?
Meine allererste Kamera war eine "Kodak Instamatic". Sie hatte eine feste Brennweite (leicht weitwinklig) und einen Fixfokus. Man musste also nur abdrücken und fast jedes Foto wurde ungefähr gleich schlecht. Aber dann hatte ich eine "Pentax ME" in den 1980ern. Eine ziemlich kompakte Spiegelreflex mit Zeitautomatik. Ich brauchte also nur die Blende einzustellen und die Kamera errechnete die richtige Belichtungszeit. Scharf stellen musste ich natürlich manuell.
Aber das war ein riesiger Sprung nach vorne. Die Kamera war zwar immer noch voll analog, aber man konnte mit dem Kleinbildfilm 24x36mm sehr gute Fotos machen. Ich verballerte dutzendweise Filme - mein Vater war da großzügig - und lebte wie ihm Fieberwahn. Gleichzeitig bemerkte ich aber auch, dass die besten Bilder entweder ein zufälliger Moment waren, den ich mit Glück erwischte oder wenn ich mir viel Zeit nahm und erst einmal verschiedene Varianten durch den Sucher betrachtete, bevor ich auf den Auslöser drückte.
Leider sind die ganzen alten Bilder verschwunden und ich kann nur davon erzählen. Ich habe mir später auch nochmal eine "Pentax ME" gekauft und eine Weile damit herumgespielt, aber schließlich war mir der Aufwand des Entwickelns zu groß und ich beschloss mich wieder zu trennen. Genauso erging es der "Pentax 67", eine Mittelformatkamera im Spiegelreflex-Look. Ein Erlebnis den Brocken mal zu besitzen und damit herumzuspielen, aber am Ende zu unhandlich und die Entwicklung zu umständlich.
Spiegelrefex - DSLR
Ich mag Spiegelreflexkameras immer noch und besitze eine digitale "Nikon D700" (Vollformat), eine "Pentax K5 IIs" und einige Fujis. Aber die Spiegelreflex sind mir am liebsten, obwohl die mordernen Systemkameras viele Vorteile haben. Die "Fuji X-T1" mag ich auch sehr, weil sie sich anfühlt wie eine analoge Kamera mit lauter Einstellrädern. Kein Rumgesuche im Menü... schrecklich das.
Systemkameras
Ja, sie machen auch fantastische Fotos und man hat schon auf dem Bildschirm einen Eindruck davon, wie das Bild später aussehen wird, denn man schaut auf eine digitale Interpretation des Bilder und nicht nur durch Glas, wie bei der Spiegelreflex (was ich sehr schätze). Diese Kameras verbrauchen wesentlich mehr Energie, als DSLRs und kommen auf weniger Auslösungen pro Akkuladung. Aber für Videos sind sie natürlich besonders gut geeignet. DSLRs, die auch gute Videos aufnehmen, besitze ich nicht. Für ein normales Youtube Video nehme ich z.B. die "Lumix GF7", weil sie so kompakt ist aber einen größeren Sensor hat, als die kompakte "Sony HX50".
Die "Lumix GX8" hat den Vorteil, dass sie ein in alle Richtungen klappbares Display hat. Aber Fotos mache ich nach wie vor lieber mit den DSLRs. Bridgekameras wie die "Lumix FZ1000 II" benutze ich auch manchmal,wenn ich zu faul bin, die schwere Nikon oder Pentax mitzuschleppen. Im Zoo z.B. Ich brauche keine Objektive zu wechseln und kann trotzdem von 28 - 400mm (sogar 800mm mit iZoom) alles von nah bis fern fototgrafieren mit einem superschnellen Autofokus, der fast jedes Bild zum Erfolg macht.
Handykameras
Sie sind ungemein praktisch und man kann auch Fotos damit machen. Besonders im Nahbereich haben sie durch den extrem kleinen Sensor einige Vorteile (mehr Schärfentiefe). Der Umgang mit diesen Kameras ist jedoch das Gegenteil von Fotografie, wie ich sie verstehe.
Das geradezu wahllose Abgedrücke und Rumgeknipse ist kein kontemplatives Hinschauen mehr. Es geht eher darum, einen Beweis für etwas zu liefern. Ich war da und da mit dem und dem. Ich denke es geht da mehr um - eine manchmal ziemlich bizarre - Selbstdarstellung. Jeder wie er mag.
Fazit:
Fotografie kann eine Möglichkeit sein, die Welt mit anderen Augen zu sehen und neu zu erleben, zu staunen, genauer hinzusehen, tiefer zu erleben. Oder genau das Gegenteil...
Vorgelesen...
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